Vier Tage in Folge sinken die Ölpreise, und der Deutsche Aktienindex DAX klettert auf ein neues Rekordhoch von rund 26.671 Punkten – angetrieben von der Hoffnung auf eine Entspannung im Nahost-Konflikt nach den US-Zwischenwahlen.

Rohöl der Nordsee-Sorte Brent verbilligte sich innerhalb von zwei Wochen um rund zwölf Prozent auf etwa 97 Dollar pro Barrel (159 Liter). US-Öl der Sorte WTI fiel innerhalb einer Woche sogar um mehr als 13 Prozent auf rund 88 Dollar.

Auslöser ist der Sieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen: Anleger erwarten, dass die neue Mehrheit den Spielraum der US-Regierung für ein weiteres militärisches Vorgehen gegen den Iran einschränkt. Marktanalyst Kyle Rodda von Capital.com warnt jedoch, dass die Friedensbemühungen bislang vor allem Rhetorik seien und starke Preisschwankungen wahrscheinlich bleiben.

An deutschen Tankstellen kostet Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 2,09 Euro pro Liter, Diesel bleibt mit 2,26 Euro deutlich teurer. Die Bundesregierung diskutiert noch über die Ausgestaltung eines Preisdeckels.

In den USA liegt die Inflation bei 3,7 Prozent; ein Modell der Cleveland Fed prognostiziert für November sogar über 4,2 Prozent. Ökonom Eric Winograd von AllianceBernstein erwartet deshalb, dass die US-Notenbank Fed ihren Leitzins im Dezember über die aktuelle Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent hinaus anheben wird.