Millionen Gaskunden in Deutschland müssen sich auf weitere Preiserhöhungen einstellen. Verivox-Chef Daniel Puschmann warnte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor „flächendeckenden Preiserhöhungen, auch für Bestandskunden". Aktuell kostet Gas rund 13 Cent je Kilowattstunde – knapp 20 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der Haupttreiber liegt im Großhandel. Dort hat sich der Preis seit Februar mehr als verdreifacht: von 32 Euro auf 96 Euro je Megawattstunde – das entspricht einem Anstieg von rund 200 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. Diese Kosten kommen bei Haushaltskunden zeitversetzt an, weil Versorger unterschiedliche Einkaufsstrategien verfolgen. Zusätzlich konkurriert Europa wegen Versorgungsstörungen im Nahen Osten mit asiatischen Abnehmern wie Japan um knappes Flüssiggas (LNG). Einen akuten Versorgungsengpass schließt Puschmann dennoch aus: „Das ist vor allem eine Frage des Preises."
Die deutschen Gasspeicher lagen zum 1. November bei rund 61 Prozent Füllstand und verfehlten damit das gesetzliche Ziel von rund 70 Prozent deutlich.
Gaspreise steigen flächendeckend – Großhandel kostet dreimal so viel
Warum das wichtig ist
Wer keinen Vertrag mit Preisgarantie hat, sollte jetzt Angebote vergleichen – bei einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden macht der aktuelle Preisanstieg bereits rund 300 Euro Mehrkosten aus.