Der Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen hat die europäischen Börsen beflügelt. Der Dax schloss mit einem Plus von 2,2 Prozent bei rund 26.438 Punkten – nur 78 Punkte fehlten zur neuen Bestmarke. Auch US-Börsen legten im frühen Handel bis zu 2,9 Prozent zu.

Gleichzeitig gaben die Ölpreise deutlich nach. Die Nordseesorte Brent – ein globaler Referenzpreis für Rohöl – verbilligte sich um 4,5 Prozent auf 98,83 Dollar je Fass. Als US-Vizepräsident JD Vance dem Iran-Kurs der Regierung eine Mitschuld am Wahlergebnis gab, beschleunigte sich der Rückgang auf über acht Prozent. Banken- und Ökostromwerte gehörten zu den größten Gewinnern in Europa.

Für die deutsche Wirtschaft bleibt die Lage trotzdem angespannt. Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft warnen, dass Trumps Zollpolitik – die er weitgehend am Kongress vorbei gestalten kann – mindestens bis Januar 2029 bestehen bleibt. ZEW-Präsident Achim Wambach betont zudem, dass ein parteiübergreifender Konsens in Washington für Handelsschutz gegenüber China existiert.