Staatsanleihen sind zurück im Gespräch. Zehnjährige Bundesanleihen bringen derzeit eine jährliche Rendite von 3,42 Prozent – wer 10.000 Euro anlegt, erhält so über die gesamte Laufzeit 3.420 Euro Ertrag. Gleichzeitig erreichten US-Staatsanleihen gleicher Laufzeit zuletzt den höchsten Stand seit 24 Jahren.
Der Anstieg hat einen Grund: Kapitalmärkte verlangen von Staaten höhere Zinsen, weil das verfügbare Kapital knapper wird – unter anderem, weil viel Geld in Investitionen für Künstliche Intelligenz fließt. Regierungen müssen Investoren deshalb attraktivere Konditionen bieten, damit diese Staatsanleihen kaufen.
Trotz der gestiegenen Renditen gibt es Einschränkungen. Experten weisen darauf hin, dass Festgeld bei kürzeren Laufzeiten oft ähnliche oder höhere Zinsen bietet. Bei zehnjährigen Bundesanleihen kann die Rendite dagegen über Festgeld-Angeboten liegen. Absolute Sicherheit gilt auch bei Staatsanleihen nicht als garantiert – gilt aber für Deutschland als sehr wahrscheinlich.
Anleiherenditen steigen: Was Sparer jetzt wissen müssen
Warum das wichtig ist
Wer 10.000 Euro zehn Jahre in eine aktuelle Bundesanleihe steckt, bekommt rechnerisch 3.420 Euro Zinsen zurück – ohne Kursrisiko bei Halten bis zur Fälligkeit.