Volkswagen baut bei der Kernmarke bis 2030 zusätzlich 12.000 Stellen ab. Das gab der Autobauer nach einem Gespräch mit Arbeitnehmervertretern bekannt. Damit wächst der Gesamtumfang des Stellenabbaus erheblich: Vor zwei Jahren hatte VW bereits den Wegfall von 35.000 Jobs vereinbart; konzernweit sollen insgesamt rund 50.000 Stellen wegfallen, davon die Hälfte in Deutschland.
Als Instrument plant VW sogenannte Transfergesellschaften – Übergangsstationen, in denen betroffene Beschäftigte durch Weiterbildungen bei der Jobsuche unterstützt werden. Daneben setzt der Konzern auf Altersteilzeit und Abfindungen. Am bestehenden Zukunftstarifvertrag mit seiner Beschäftigungssicherung bis Ende 2030 will VW festhalten.
Die IG Metall lehnt die Transfergesellschaften entschieden ab. Bezirksleiter Thorsten Gröger warnte, der Konflikt könnte größer werden als alles, was VW je erlebt habe. Die Gewerkschaft kritisiert, dass Steuerzahler einspringen sollen, während Aktionäre weiter Dividenden kassieren. Die Tarifverhandlungen beginnen am 24. November in Emden – einem der Werke, deren Zukunft offen ist.
VW streicht 12.000 weitere Stellen – IG Metall droht mit Eskalation
Warum das wichtig ist
Der VW-Haustarif gilt für rund 130.000 Beschäftigte an neun deutschen Standorten – wer dort arbeitet, muss mit tiefgreifenden Änderungen bei Arbeitszeit, Zulagen und Beschäftigung rechnen.