Am 31. August 1976 legte John Bogle, Gründer der US-Investmentgesellschaft Vanguard, den ersten Indexfonds für Privatanleger auf – und veränderte damit die Geldanlage grundlegend. Bis dahin war das Investieren an der Börse wohlhabenden Privatpersonen und institutionellen Vermögensverwaltern vorbehalten.

Die Idee dahinter war schlicht: Statt teure Fondsmanager zu bezahlen, die den Markt oft nicht schlagen, investiert ein Indexfonds passiv in einen ganzen Korb von Aktien – also einen Index. Konkret heißt das: niedrigere Gebühren, mehr Transparenz und eine breite Streuung des Risikos. Studien belegen seit Jahren, dass die meisten aktiv verwalteten Fonds ihren Vergleichsindex nicht dauerhaft übertreffen – und das bei deutlich höheren Kosten.

Aus diesem Vorläufer entstanden die heutigen ETFs (Exchange Traded Funds – börsengehandelte Indexfonds). Anleger müssen dabei weder Einzelaktien auswählen noch den richtigen Einstiegszeitpunkt treffen. Der Fonds übernimmt das automatisch.