Fliegen wird teurer – das kündigte Condor-Chef Peter Gerber auf einer Luftverkehrsveranstaltung in Frankfurt an. Der Grund: Die Kerosinpreise bleiben hoch, weil die Lage am Persischen Golf angespannt bleibt. Für das kommende Jahr erwartet Gerber keine Entlastung.
Der Hintergrund ist dramatisch. Nach dem Ausbruch des Irankriegs Ende Februar 2026 verdoppelte sich der Kerosinpreis innerhalb weniger Wochen von rund 88 Dollar auf über 216 Dollar pro Barrel – ein Anstieg von mehr als 120 Prozent. Zuletzt fiel der Preis wieder auf etwa 189 Punkte im Index zurück, liegt damit aber noch rund 50 Prozent über dem Jahresbeginn.
Gerber fordert deshalb politische Entlastung bei den Standortkosten. Die zuletzt gesenkte Luftverkehrsteuer – eine Abgabe auf Flugtickets – sei nur ein erster Schritt; er plädiert für eine vollständige Abschaffung nach schwedischem Vorbild. Außerdem unterstützt er den Vorschlag, dass der Staat ein Viertel der Lotsenkosten übernimmt. Fliegen sei kein Luxus, sondern Infrastruktur, so Gerber.
Condor-Chef: Flugtickets werden 2026 weiter teurer
Warum das wichtig ist
Wer 2026 einen Flug bucht, muss mit spürbar höheren Ticketpreisen rechnen – Kerosin kostet Airlines aktuell rund 50 Prozent mehr als noch zu Jahresbeginn.