Amazon und Rewe drängen mit Schnelllieferungen in den deutschen Lebensmittelmarkt. Amazon liefert seit Ende Oktober frische Produkte noch am selben Tag in Köln, Frankfurt und München – eine Ausweitung auf weitere Städte ist geplant. Rewe startete bereits Mitte September eine Sofort-Lieferung über die Plattformen Uber Eats, Wolt und Lieferando, ebenfalls in Köln, Frankfurt, Hamburg und Jena. Dort kommen Einkäufe direkt aus den Filialen – in maximal einer Stunde.
Für Amazon ist das kein völliger Neustart: Der Konzern betrieb von 2017 bis Ende 2024 bereits den Dienst „Amazon Fresh", stellte ihn dann aber ein. Jetzt folgt ein zweiter Versuch. Prime-Mitglieder bekommen die Vier-Stunden-Lieferung ab einem Warenkorbwert von 29 Euro kostenlos; darunter fallen 3,99 Euro an. Ohne Prime-Abo kostet jede Lieferung knapp 10 Euro.
Frank Düssler vom Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) nennt Lebensmittel „die letzte Bastion im stationären Handel", die das Digitale noch kaum erfasst hat. Gleichzeitig warnt er: Die nötige Kühllogistik macht den Markteintritt teuer – ein Vorteil für Anbieter, die diese Strukturen bereits besitzen.
Amazon und Rewe liefern Lebensmittel jetzt in unter einer Stunde
Warum das wichtig ist
Wer in einer der genannten Städte lebt, kann Lebensmittel künftig innerhalb einer Stunde nach Hause bestellen – als Prime-Mitglied ab 29 Euro Bestellwert sogar ohne Aufpreis.