Ende 2025 haben so viele Haushalte wie nie zuvor Wohngeld bezogen. Laut Statistischem Bundesamt erhielten rund 1,3 Millionen Haushalte die staatliche Mietbeihilfe – 7,2 Prozent oder rund 90.000 mehr als ein Jahr zuvor. Damit beziehen 3,2 Prozent aller privaten Haushalte in Deutschland diese Leistung.
Gleichzeitig stiegen die staatlichen Ausgaben um 6,4 Prozent auf knapp 5 Milliarden Euro – ebenfalls ein Höchstwert seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2005. Der durchschnittliche monatliche Anspruch pro Haushalt wuchs um 3,1 Prozent auf 296 Euro. Ursache ist die gesetzlich vorgeschriebene Anpassung an die allgemeine Preis- und Mietentwicklung. Besonders häufig beziehen Rentnerinnen und Rentner – in 51 Prozent der Fälle die Haupteinkommensperson, davon 85 Prozent alleinstehend – sowie Haushalte mit Kindern unter 25 Jahren (39 Prozent).
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Anteil der Wohngeldhaushalte bei 5,8 Prozent – mehr als dreimal so hoch wie in Bayern mit 1,9 Prozent.
Wohngeld-Rekordhoch: 1,3 Millionen Haushalte erhalten Zuschuss
Warum das wichtig ist
Wer Wohngeld bezieht, erhält im Schnitt 296 Euro monatlich – doch die Bundesregierung plant eine Reform, die für rund ein Drittel der aktuellen Empfängerhaushalte den Anspruch entfallen lassen könnte.