Der Deutsche Aktienindex (Dax) hat zum vierten Mal in Folge nachgegeben und ist dabei unter die Marke von 26.000 Punkten gerutscht. Noch vergangene Woche hatte er mit 26.573 Punkten ein Rekordhoch markiert. Zwei Faktoren drücken derzeit gleichzeitig auf die Stimmung: steigende Ölpreise und steigende Anleiherenditen.

Beim Öl treibt der Konflikt mit dem Iran die Preise an. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran nach gescheiterten Verhandlungen mit einem „Wirtschaftskrieg". Daraufhin kletterte der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl auf bis zu 94,71 Dollar – den höchsten Stand seit Ende Juli. Gleichzeitig erreichten die Renditen für Staatsanleihen neue Höchststände: Die 30-jährige deutsche Bundesanleihe stieg auf 3,79 Prozent, den höchsten Wert seit 2011. Auch in den USA, Großbritannien und Japan zogen die Renditen auf neue Dekaden-Hochs an. Steigende Anleiherenditen machen Aktien als Anlage weniger attraktiv – das belastet die Kurse.

Auch der MDax, der Index mittelgroßer deutscher Unternehmen, verlor 0,34 Prozent auf rund 31.716 Punkte. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 gab ebenfalls 0,35 Prozent nach.