Im Oktober 2023 haben Banken ihre Zinsen für Tagesgeld und Festgeld 91 Mal angehoben. Das zeigt eine Auswertung der Finanzwissen-Datenbank. Spitzenangebote für Neukunden liegen inzwischen bei bis zu 4,25 Prozent – Angebote über vier Prozent sind keine Seltenheit mehr.

Der Haken: Diese Aktionszinsen gelten meist nur für wenige Monate. Läuft die Frist ab, fällt der Zins automatisch auf den deutlich niedrigeren Bestandskundensatz. Wer nicht regelmäßig wechselt, profitiert also kaum dauerhaft. Direktbanken überbieten sich dabei fast wöchentlich mit neuen Angeboten, um frisches Kapital anzuziehen.

Klassische Hausbanken geben die gestiegenen Zinsen dagegen nur zögerlich weiter. Täglich fällige Einlagen brachten zuletzt im Schnitt gerade einmal 0,50 Prozent – weit unter der aktuellen Inflationsrate von 3,3 Prozent. Wer sein Geld dort belässt, verliert real Kaufkraft.