In den 40 größten deutschen Städten sind die Angebotsmieten – also die Preise für aktuell neu angebotene Wohnungen – zwischen Anfang 2016 und Anfang 2026 um durchschnittlich 51 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts Empirica.

Den stärksten prozentualen Anstieg verzeichnet Rostock mit plus 83 Prozent auf durchschnittlich 11 Euro pro Quadratmeter. Berlin folgt mit 76,9 Prozent – von 8,93 auf 15,80 Euro. Lübeck legte um 71,3 Prozent auf 12,52 Euro zu. Hamburg stieg um 54,2 Prozent auf 16,18 Euro, München um 51,6 Prozent auf 23,26 Euro – und bleibt damit die teuerste der untersuchten Städte. Wichtig: Die Zahlen erfassen nur Neuvertragsmieten, nicht die oft deutlich günstigeren Bestandsmieten langjähriger Mietverhältnisse.

Anlässlich bundesweiter Mietenstopp-Aktionstage vom 3. bis 5. Juli fordert DGB-Vizechef Stefan Körzell mehr Investitionen in den sozialen Wohnungsbau und schärfere Regeln gegen Mietwucher. Zugleich kritisiert er geplante Kürzungen beim Wohngeld durch die schwarz-rote Bundesregierung.