Zum Weltvegetariertag am 1. Oktober zeigen neue Daten von YouGov und dem SINUS-Institut: Der Fleischkonsum in Deutschland verändert sich – aber anders als oft angenommen. Von Januar bis Juli kauften 93 Prozent der Haushalte Fleisch oder Geflügel, zwei Prozentpunkte weniger als 2022. Gleichzeitig stieg die gekaufte Menge um drei Prozent. Weniger Käufer kaufen also mehr.

Geflügel führt den Markt an: Hähnchen macht 35 Prozent des Fleischabsatzes aus, Schweinefleisch folgt mit 32 Prozent. Bei Wurstwaren sinken dagegen sowohl Käuferzahl als auch Absatzmenge. 27 Prozent der Fleischesser planen, ihren Konsum bald zu reduzieren – nur 2 Prozent wollen ihn steigern. Vollständiger Verzicht ist dabei selten das Ziel: Nur 22 Prozent dieser Gruppe denkt über vegetarische, 14 Prozent über vegane Ernährung nach.

Der eigentliche Trend heißt Flexitarismus – also bewusster, aber nicht vollständiger Verzicht. Parallel dazu kauften knapp 35 Prozent der Haushalte mindestens einmal Fleischersatzprodukte, so viele wie seit 2022 nicht. Besonders Tofu und Falafel legen zu.