Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat neue Einkommensschwellen veröffentlicht, die zeigen, wann jemand in Deutschland als arm, mittelständisch oder reich gilt. Grundlage sind EU-Daten aus dem Jahr 2024, die seit Juli verfügbar sind.
Ausgangspunkt ist das sogenannte Median-Nettoeinkommen – also der Wert, bei dem genau die Hälfte der Bevölkerung mehr und die andere Hälfte weniger verdient. Für Singles lag dieser Wert bei 2.419 Euro im Monat. Wer weniger als 60 Prozent davon verdient, also unter 1.450 Euro netto, gilt als relativ arm. Als relativ reich zählt, wer mindestens 250 Prozent des Medians erreicht – bei Singles sind das mehr als 6.050 Euro.
Die Schwellen steigen mit der Haushaltsgröße. Eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren gilt erst ab 3.050 Euro monatlichem Nettoeinkommen als nicht mehr arm – weil mehr Personen vom gleichen Geld leben müssen. Wer mehr als 12.700 Euro netto im Monat verdient, zählt in diesem Haushaltstyp als relativ reich. Das IW bietet einen Online-Rechner an, mit dem sich die eigene Position bestimmen lässt.
IW-Studie zeigt: Ab 1.450 Euro gilt ein Single in Deutschland als arm
Warum das wichtig ist
Wer als Single weniger als 1.450 Euro netto im Monat hat, fällt laut IW in die Kategorie „relativ arm" – unabhängig davon, wie das subjektiv wahrgenommen wird.