Die Teuerung im Euroraum nimmt zu. Treiber ist der Anstieg der Öl- und Gaspreise infolge des Kriegs zwischen den USA und Iran, der Energielieferungen weltweit verteuert. Beide Quellen bestätigen: Der Inflationsdruck ist spürbar gestiegen.

Die Europäische Zentralbank reagiert darauf mit einer Straffung der Geldpolitik – also höheren Leitzinsen, mit denen Notenbanken Kredite verteuern und so die Nachfrage bremsen. Die EZB hat ihren Leitzins in diesem Jahr bereits mehrfach angehoben. Auch andere große Notenbanken wie die US-amerikanische Federal Reserve ziehen mit. Ziel ist es, zu verhindern, dass hohe Energiekosten dauerhaft auf alle Preise durchschlagen und sich die Inflation festsetzt.

Die Lage bleibt angespannt: Solange der Irankrieg die Energiemärkte belastet, dürfte der Inflationsdruck anhalten. Notenbanken stehen dabei vor einem Balanceakt – zu starke Zinserhöhungen können Wirtschaftswachstum abwürgen.