Beim G7-Gipfel im französischen Évian haben die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen beschlossen, den Druck auf Russland durch schärfere Sanktionen zu erhöhen. Im Fokus steht dabei gezielt der russische Öl- und Gassektor.

Großbritannien prescht als erstes G7-Land mit konkreten Maßnahmen vor: Die Regierung verhängte 70 neue Sanktionen, die Russlands sogenannte Schattenflotte treffen sollen – also Tankschiffe, die Russland nutzt, um Ölexporte an westlichen Beschränkungen vorbeizuschleusen. Erstmals stehen dabei auch russische LNG-Tanker auf der britischen Sanktionsliste. LNG steht für Flüssigerdgas, das per Schiff transportiert wird.

Beide Maßnahmen – der G7-Beschluss und das britische Sanktionspaket – zielen darauf ab, Russlands Kriegswirtschaft finanziell auszutrocknen, indem Einnahmen aus dem Energieexport beschnitten werden.