BMW senkt seine Jahresprognose deutlich. Der Konzern-Vorsteuergewinn soll nach eigenen Angaben „deutlich" zurückgehen – ein seltenes Signal, das Anleger sofort reagieren ließ: Die BMW-Aktie gab stark nach.

Zwei Faktoren belasten das Geschäft gleichzeitig. Die anhaltende Krise auf dem chinesischen Automarkt drückt den Absatz, denn China gilt als einer der wichtigsten Einzelmärkte für den Münchner Hersteller. Zusätzlich treiben hohe Energiepreise infolge des Iran-Kriegs die Kosten. Konkret heißt das: Vorstandschef Milan Nedeljković hat die erwartete Gewinnmarge der Autosparte – also den Anteil des Gewinns am Umsatz – auf die Hälfte des ursprünglichen Zielwerts gesenkt.

Damit steht BMW nicht allein. Der chinesische Automarkt schwächelt seit Monaten, und steigende Energiekosten belasten die gesamte Industrie. Für BMW bedeutet die Kombination beider Faktoren, dass der Konzern seine Erwartungen für das laufende Jahr grundlegend korrigieren musste.